So alle zusammen, das wird jetz erst mal mein letzter Bericht, denn das Auslandssemester ist vorbei und wann das nächste Mal wieder Action ist… wer weiß!
Aber jetzt muss ich euch erst mal erzählen, was denn so an und nach Weihnachten noch alles passiert ist.
Heiligabend, wie es sich gehört, hab ich mich mittags erst mal faul aufs Dach meiner Hall zum Sonnen gelegt :-p, bis es dann langsam ans Umziehen und sich auf den Weg zur Weihnachtsfeier machen ging. Von der Studiverzeichnis-Truppe aus hatten wir nen Tisch mit nem schönen 6-Gänge Weihnachtsmenü reserviert gehabt und um doch noch ein bisschen in weihnachtliche Stimmung zu kommen, haben wir gewichtelt, damit jeder wenigstens ein kleines Geschenk bekommt. Danach sind wir alle nach einem kleinen Zwischenstopp bei Christina noch nach LKF gegangen und haben ein bisschen gefeiert. Ich bin allerdings recht früh schon los, weil es ja ma Tag drauf für mich (alleine) nach Thailand schon ging.
Wie erwartet war ich quasi den ganzen Tag unterwegs (mit dem Bus zur Fähre, mit der Fähre nach Macau, dort mit dem Taxi vom Ferry Terminal zum Flughafen, mit dem Flieger nach Bangkok und von dort aus mit dem Taxi – und einem kleinen Verarschungsumweg (Danke Texifahrer) – in die Stadt rein in die Khaosan Road, wo ich mir dann auf Anraten von Jonas ein Zimmer im „Rambuttri Village Inn“ genommen hab. Am gleichen Abend hab ich dann gleich noch den Trip nach Siem Reap, Cambodia, klar gemacht und am Morgen drauf gegen 9 Uhr gings mit dem Bus los nach Arranya Pathet(?), den Grenzübergang nach Cambodia. Unglücklicherweise bin ich mit dieser Busreise im scheinbar berühmt berüchtigten „Scam Bus“ gelandet. D.h. ein normaler Bus fährt dich an die Grenze, wo du dann in eine richtige Schrottmühle einsteigen musst, der zum ersten Mal nach ner halben Stunde „kaputt“ geht, dann in der nächstgrößeren Stadt ne Stadtrundfahrt machen will, später noch ne Stunde zum Abendessen wo einkehrt und die ganze Zeit die wohl schlimmste Straße der Welt nimmt!! Zudem bringt er dich nicht wie versprochen ins Stadtzentrum, sondern zu einer etwas auswärts liegenden teuereren Herberge. Die reinste Abzocke also! Auf der Fahrt hab ich dann aber gleich einige nette Leute kennengelernt, die Kanadier Patrick und Chantale, mit denen ich zuerst ein Hotel nehmen wollte und dann noch die drei Schweden Daniel, Henrick und Peter. Mit denen zusammen hab ich mich dann nach der Ankunft in Siem Reap auf den Weg gemacht, eine eigene Herberge nach unseren Vorstellungen zu suchen. Gegen halb 1 Uhr nachts (man bedenke, dass der Bus in Bangkok um 9 losfuhr) haben wir dann endlich ne freie Herberge gefunden, in der wir dann zwei Zweierzimmer für drei Nächte für insgesamt 36US-Dollar genommen haben.
Morgens drauf haben wir nach nem kleinen Frühstück das erstbeste Tuktuk genommen und sind los in Richtung Angkor Wat, die weltbekannte Tempelanlage, die wohl am 7.7. dieses Jahres zu einem der neuen Weltwunder ernannt wird.
Was kann ich über die zwei ganzen Tage in Angkor Wat erzählen… zuerst mal vorgegriffen, ich hab auf dem Heimweg von Cambodia nach Thailand leider meine Digicam verloren, sowie natürlich alle gemachten Bilder… fettes L!! Aber immerhin haben mir die Schweden versprochen, sie schicken mir, sobald sie von ihrer Südostasienreise zurück sind, ne DVD mit einigen ihrer Bilder. Immerhin! Aif jeden Fall waren die zwei Tage atemberaubend. Die Anlagen von Angkor Thom, der vom Dschungel durchdrungene Tempel Ta Prom, wo auch eine Szene aus Tomb Raider spielt (das binden die einem überall auf die Nase), dann am Morgen drauf Sonnenaufgang hinter dem Angkor Wat Tempel, wo wir den Sonnen untergang uns dann auch noch angesehen haben am Abend, dann der etwas entfernt liegende Tempel xxx mit seinen ganz feinen Stone Carvings… aber das geilste Erlebnis war immernoch, als uns unterwegs mal das Tuktuk kauptt gegangen ist und uns der Fahrer ne knappe Stunde vor einer Art Siedling hat warten lassen. Mal zu sehen, wie die Leute da leben, die Erwachsenen kochen zusammen Reis und nochwas, die Kinder spielen mit nichts als Steinen und Stöcken… Und ganz krass, wie die kleinen Jungs schon mit eiserner Miene, ohne jegliche Gefühlsregung uns beobachten und quasi auf ihre Mädels und ihre „Hood“ aufpassen zu scheinen. Dagegen wurde ein kleines Mädchen immer zutraulicher, hat sich zuerst vor uns hingesetzt und geschaut, dann fing sie an zu tanzen und zu lächeln, hat sogar Bilder mit sich machen lassen, bis dann auch andere Kinder dazu gekommen sind… Er was einfach ne ganz krasse, prägende Erfahrung, kann man schier nicht in Worte fassen.
Für den Rückweg von Cambodia nach Bangkok waren wir dann zum Glück etwas klüger und haben uns an Lonely Planet’s (ES LEBE DER LONELY PLANET!!) Tipps gehalten und haben uns von Siem Reap nach Poipet, cambodianischer Grenzübergang, ein Taxi genommen und dann nochmal 6 Stunden den 1 Euro(1) Zug nach Bangkok genommen, wo wir uns dann verabschiedeten.
Zurück in Bangkok bin ich dann wieder in „mein“ Hostel gegangen und hab erst mal richtig ausgeschlafen. Am Tag drauf galt es noch, Bangkok zu entdecken. Innerhalb von 7 ½ größtenteils zu Fuß hab ich dann auch quasi alles sehenswerte, naja einen Teil davon, gesehen, darunter den Grand Palace des Königs, den keine Ahnung wieviele Meter langen „Reclining Buddha“ (liegend), dann mit der Fähre über den Fluss nach einer Tour durch Bangkoks Gassen, zum National Stadium und bis zu den wahnsinnigen Shopping Malls rund um den Siam Square, bevor ich nach einem Abstecher zum Victory Monument zurück in meine Khaosan Road bin, um endlich auch mal Bangkoks Nachtleben zu erkunden.
Am Tag drauf gings dann wieder die ganze Strecke nach Hong Kong zurück, wo quasi schon die Sylvesterfestigkeiten auf mich warteten…
Verfasst von bennaman 




