Kleine Vorgeschichte:
Marcus war am Wochenende davor schon alleine an dem Strand, den ihm sein Chef als einen der schönsten, abgelegensten und ruhigsten hier überhaupt empfohlen hat. Und weils da so geil gewesen sein muss, wollte er die Wochedrauf gleich nochmal hin, aber diesmal eben mit ein paar guten Freunden, die das auch unbedingt sehen sollten.
Samstag morgen gings zunächst los in Richtung Mong Kok, woich mich mit Marcus und Basti in der MTR Station verabredet hab. Zuerst mussten wir noch ne Apotheke suchen, um uns gegen die bevorstehenden Mücken- und Schnakenangriffe zu schützen (Lerneffekt Marcus!). Mit nem Minibus gings dann ca. 30-35 Minuten in die New Territories (Hongkong besteht hauptsächlich aus Hongkong Island, Kowloon und das Gebiet vor der Grenze nach China heißt eben New Territories) nach Sai Kung, einem Fischerstädtchen. Da haben wir uns dann erst mal noch ausgerüstet mit Bastmatten zum Schlafen, Taschenlampen (Lerneffekt Marcus!), Würstchen zum Grillen, Toast, Chips, Wasser und ein bisschen Bier. Nach dem Mittagessen beim guten alten McDonalds sind wir am Hafen entlangspaziert, haben uns die Fischrestaurants und ihre Zulieferer (siehe Bilder) angeschaut und versucht, mit ein paar Bootsinhabern zu handeln, ob sie uns nicht mit ihrem Boot an den Strand fahren könnten. Die einen sagten aber, es sei zu wellig dort und die anderen waren uns mit ihrem „Schnellboot“ dann doch zu teuer. Und weil die Bushaltestelle auch schon rappelvoll mit Menschen war, haben wir uns dann für 2 Euro pro Person ein Taxi genommen, das uns dann weitere ca. 20 Minuten nach Pak Tam Au kutschiert hat. Und ab da gings mit Wandern los!!
Ein recht beschaulicher Weg am Berg entlang hat sich zunächst vor uns aufgetan, es war ein ordentlicher Weg betoniert und wir haben Spaß gehabt… Bis plötzlich ein dicker, verschwitzter Chinese mit hochrotem Kopf uns entgegenkam und beinahe hysterisch murmelte: „Be careful! There’s monkey! Big monkey in the way! Be careful!“ Alles klar alter Mann, dachten wir uns und als wir um die Kurve kamen, lief uns echt ein nicht zu verachtender Affe entgegen! Sah so ein bisschen pavianähnlich aus (klar, war keiner – siehe Bilder), aber trotzdem krass, einfach mal so nem wilden Affen zu begegnen… Unglücklicherweise stellte sich der recht beschauliche Weg nach ner guten 3/4 Stunde als gar nicht mehr so beschaulich heraus; es ging übelst bergauf… und das nicht zu knapp (man beachte das „Etappenprofil“ auf meinen Bilder…). Heftig schwitzend sind wir dann nach einer guten Weile am „Gipfel“ angekommen, der sich auch noch als Baumgrenze herausstellte (ohne Spaß! Drüber sind keine Bäume mehr gewachsen!!). Aber es eröffnete sich uns ein genialer Blick auf noch ein Stück Dschungel und dann unseren Badestrand! Am Fuße des Berges mitten im Nirgendwo gabs dann nochmal ein kleines Dörfchen, in dem wir uns noch mal mit Wasser und Eistee eindeckten, bevor wir durch Sümpfe und Dschungel dann endlich am Badestrand ankamen. Atemberaubend! Ein paar Schiffe lagen in der Bucht (nicht die kleinsten, um ehrlich zu sein), ein paar wilde Kühen waren unterwegs(!), es gab geile Wellen, das Meer ging echt knapp 50 Meter recht flach rein und man konnte ungelogen in halstiefem Wasser deutlichst seine Füße im Wasser sehen, so klar und sauber war es!! Nach ner guten Stunde sind wir dann zu unserem eigentlichen Ziel, dem Strand nebenan, der durch nen ordentlichen Hügel nochmal abgetrennt war gegangen/geklettert. War echt abenteuerlich, so dass ich einmal sogar mit meinem Arm unglücklicherweise bremsen musste … (siehe Bilder). Aber auch das war spannend und als wir letztendlich an unserem Strand ankamen, hieß es erst mal Feuerholz sammeln, da in ner kanppen Stunde die Sonne unterzugehen drohte.
Ab jetzt wird es schwierig die Erlebnisse in Worte zu fassen, weil wir einfach ganz entspannt am Lagerfeuer saßen, Würstchen gegrillt haben, Musik dabei gehört haben, den Mond, der im Übrigen so groß und hell war, wie ich ihn davor noch nie gesehen hab(!!) aufgehen und innerhalb von 8 Stunden verschwinden beobachtet, Fotos gemacht, viele davon mit Bastis Kamera mit Stativ (die waren quasi taghell), dann bei Mondschein nochmal ins Meer zum Schwimmen gegangen, Krebse beobachtet, die uns im Übrigen nachts des öfteren auf den Bastmatten besucht haben…, undundund! War einfach genial und man musste echt dabei gewesen sein, um die ganzen Eindrücke richtig einordnen zu können!
Am Morgen nach dem Toastbrofrühstück haben wir dann unsere Sachen wieder zusammengepackt, noch ein paar coole Bilder (u.a. die mit dem gespaltenen Felsen) gemacht und sind gegen 11 Uhr wieder an unseren Badestrand nebenan (wieder inkl. Free-Climbing!!), wo wir bis um 2 gechillt haben. Danach haben wir den anstrengenden Rückweg angetreten (nur diesmal eben ohne essenstechnische Stärkung
), so dass wir im Endeffekt gegen halb 6 oder 6 wieder auf unseren Hongkong Island Seite angekommen sind und uns da im „Triple O“ noch jeder nen geilen immens sättigenden Burger gegönnt haben…
Dann trennten sich unsere Wege und einer der geilsten Ausflüge wohl überhaupt endete in einer langen Nacht…





